Kreuzfahrt Tag 11: Hafentag und Abreise aus Southampton

Hier ist ganz schön was los gewesen.
Eigentlich sollten wir ja um 20.00h ablegen und uns in Ruhe auf den Weg nach Bremerhaven machen. Dort sollte wir morgen ankommen, damit wir gegen 7.45h das Schiff verlassen können.
Eigentlich. Gestern Abend war schon klar: Das wird nichts. Es müssen Wartungsarbeiten durchgeführt werden und dafür sind Taucher bestellt worden, die in der Nacht arbeiten und gegen 3.00h in der Nacht soll es losgehen. Eigentlich.

Wir sind gegen 6.00h schon wach geworden und haben festgestellt: Wir sind nicht auf See, sondern noch immer in Southampton an der Pier. Ein Blick vom Balkon hat auch verraten, dass die Taucher noch da sind.

Hilft ja alles nichts, haben wir uns halt fertig gemacht und wollten uns auf den Weg zum Frühstück machen. Bing, da kam eine Durchsage: Achtung! In einer Minute gibts eine wichtige Durchsage vom Kapitän!! Geht doch! Die Durchsagen kann man auf der Kabine nämlich nur hören, wenn der Fernseher auf Kanal 2 an ist. Und um den soweit zu kriegen vergehen gerne ein paar Minuten.
Wir also den Fernseher auf Kanal 2 angemacht und gewartet. Dann kam diese Durchsage:
„Wir sind noch in Southampton, weil die Wartungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Leider können wir derzeit noch nicht abschätzen, wann es weitergeht, wir rechnen damit dass es Mittag werden kann. Sobald wir mehr wissen, gibts die nächste Info.“

Ok… Hilft ja alles nichts und auf zum Frühstück.

Nach dem Futter sind übers Deck gelaufen und haben auf die nächste Durchsage gewartet.
Kam aber keine. Zurück in der Kabine hatten wir einen netten Zettel unserer beiden Kabinen-Stewarts.

Mittlerweile haben wir im Internet gelesen, dass es bei uns an Bord wohl auch einen Todesfall gegeben hat. Das würde den Krankenwagen erklären, der gestern vorm Schiff gestanden hat. :.-( Sehr traurig, aber so eine „kalte Abreise“ ist wohl nicht das erste Mal auf einer Kreuzfahrt passiert.

Madame ist zu ihrer gebuchten Massage gelaufen und ich habe eine Runde übers Schiff gedreht und ein paar hoffentlich ganz ansehnliche Fotos gemacht. Ich konnte auch sehen, dass die Taucher mittlerweile fertig sind und eingepackt haben. Das ist hoffentlich ein gutes Zeichen.

 

Als wir noch in der Kabine gewesen sind, gab es die nächste Durchsage::
„Die Wartungsarbeiten sind abgeschlossen, der Lotse ist an Bord und wir können bald los. Wir werden mit Vollgas fahren und in Bremerhaven um 17.00h ankommen. Wir tun jetzt alles, mit die Abreise für alle zu organisieren. TUI in Hamburg ist da natürlich schon lange dran, sobald alle Infos zusammen gibts die nächste Information. Die Kabinen können morgen bis 12.30h genutzt werden, die Ankunft ist um 17.00h.“
Doof ist das, denn wir wollten unsere Koffer eigentlich alleine von Bord bringen. Normalerweise stellt man die Abends vor die Tür der Kabine und kann die dann im Kreuzfahrtterminal wieder ansammeln.

Wir sind dann in die Lounge marschiert und haben dort noch was getrunken.

Merkwürdigerweise gabs da auch was zu futtern. Verdammt. Ich bin dann kurz aus der Lounge verschwunden und habe mit Europcar telefoniert, um den für morgen gebuchten Mietwagen von 9.30h auf 17.00h umzubuchen. Das passte ohne Probleme.
Um 14.00h wollten wir in Klanghaus, haben vorher noch einen Stopp bei Rezeption gemacht. Das haben 10000000 andere auch, da wir fragen wollten, ob wir eine Tageskabine buchen können, damit wir mit unseren Koffern nicht den ganzen Tag übers Schiff laufen müssen. Tageskabine konnten wir uns abschminken, gabs nicht.

Um 14.00h waren wie im Klanghaus bei einer Lesung lustiger Geschichten gehen, von Geschichten von Katrin Bauerfeind zum Thema „Scheitern“. War gut gelesen und witzig, ist nur in der allgemeinen Aufregung alles ein bisschen untergegangen.

Nach dem Klanghaus haben wir noch ein ein paar Runden übers Schiff gedreht und sind gaaaaaaaanz zufällig bei Kaffe und Kuchen gelandet. Doof das 🙂
Neben Kaffee und Kuchen gibts auch immer noch ein paar Schnittchen,

Wir konnten beobachten, wie das Lotsenboot eine Weile mitgefahren ist und irgendwann den Lotsen eingesammelt hat.

Nach viel zu viel Kuchen, sind wir in die Kabine und haben unsere Sachen eingepackt. Wir haben uns überlegt, unsere Koffer morgen doch für die Tür zu stellen und nicht selbst übers Schiff zu bewegen.

Abends zum Essen sind wir wie immer ins Atlantik Mediterran gegangen. 

Beim Essen gabs dann die nächste Durchsage zum weiteren Ablauf.
Das hat TUI mal super organisiert. Es gibt kostenlose Busse zu sämtlichen Großstädten, kostenlose Hotelübernachtungen, Kosten für Bahntickets werden übernommen, usw usw usw. Bei den Buchungsschaltern für die Landausflüge kriegt man die Tickets und weitere Infos.

Das letzte Abendessen unseres Urlaubs war lecker. Es gab dann noch eine weitere Portion Nachtisch im Buffetrestaurant.
Dann gabs noch einen letzten (?) Cocktail in der Überschaubar. Hier wurde die Durchsage zum Ablauf noch mal wiederholt. Nach ein paar Sekunden hat es wieder Bing gemacht und folgendes ist passiert:
„Unsere Crew arbeitet gerade mit Vollgas daran, ihnen die Abreise so angenehm wie möglich zu machen. CREW YOU ARE DOING AND AMAZING JOB! THANK YOU“. Alle Passagiere klatschten lautstark und der Crew war das ein bisschen unangenehm“ 😉

Um 21.00h sind kurz auf die Kabine, um eine Tasche und die Videokamera zu holen, um die Crew-Verabschiedungs-Show ein bisschen zu filmen.

Im Theater wurde die extra gezeichnete Seekarte zu verlosen. Es gab noch eine Mini-Show und der Kreuzfahrtdirektor hat viele der 1001 Besatzungsmitglieder aus den unterschiedlichen Bereichen auf die Bühne geholt.

Es gab noch den Hinweis, dass auf diesem Schiff Menschen verschiedenster Nationalitäten und Religionen friedlich als Familie zusammenarbeiten und das das alles problemlos funktioniert. Wir sollen diesen Gedanken in den Alltag mit rübernehmen, damit machen wir die Welt ein kleines bisschen besser. Ziemlich viel Wahrheit dran.

Die Bars waren nach dem Theater alle gerammelt voll, drum sind wir bei der Bar des Innenpools gelandet und haben dort den wirklich allerletzten Cocktail getrunken.

Zurück in der Kabine haben wir die Koffer gepackt und wollten die vor die Tür stellen. Bei mir kam kurz ganz doll schlechte Laufe auf, denn ich habe die Tasche mit der Kamera nicht gefunden und dachte, dass ich sie in der Poolbar liegen gelassen habe.
Also habe ich mich wieder angeplünnt und bin zur Bar gelaufen, da war die Tasche nicht. Verdammt. Also bin ich total genervt zurück in die Kabine und da hing die Tasche über eine Stuhllehne. Grmpf.
Ich habe dann den Koffer gepackt und auch für die Tür geschoben, mal gucken ob die morgen wirklich zu Abholung bereitstehen.

Nu tipp ich schon seit viel zu langer Zeit an diesem Beitrag und geh in die Heia.


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