Tägliche Archive: 13. Februar 2015


Leistenbruch 4 Kommentare

Vor ein paar Wochen habe ich festgestellt, dass ich wohl mal wieder einen Leistenbruch habe. Vor rund 9 Jahren hatte ich dieses zweifelhafte Vergnügen schon mal, daher wusste ich einigermaßen was auch mich zukommt.

Diesmal ist das nur leider ein verdammt schlechtes Timing, denn am 28.2. geht der Flieger nach Dubai um dort 14 Tage auf Kreuzfahrt zu gehen.

Welche Optionen gab es also? Ignorieren? Keine wirklich gute Option, denn sollte mir irgendwo in Muscat was passieren, wird das bestimmt nicht lustig. Also gab es nur die Möglichkeit richtig schnell Gas zu geben und das Ding operieren zu lassen.

In einer Nacht hatte ich leider auch ziemliche Schmerzen, so dass wir morgens direkt ins Krankenhaus gefahren sind. Im Krankenhaus wurde mir der Leistenbruch wieder zurück geschoben und die Schmerzen waren erstmal wieder weg. Also wollte ich die OP so schnell wie möglich erledigen lassen. Ich musste an diesem Tag noch ein paar mal hin und her fahren, um eine Einweisung meines Hausarztes zu bekommen und einen Termin zur chirugischen Sprechstunde zu vereinbaren. Dieser Termin war zum Glück relativ schnell in der drauf folgenden Woche.

Bei der Sprechstunde wurde festgelegt, wie ich operiert werden soll, wie mein allgemeiner körperlicher Zustand ist, ob ich irgendwelche Allergien oder Medikamenten Unverträglichkeiten habe und mir wurde Blut abgenommen. Ich habe hier dann auch nach einem Einzelzimmer gefragt, da ich mir wirklich nicht vorstellen konnte mit mehreren Leuten in einem Zimmer zu landen. Ich wurde dann noch von den diversen Ärzten für meine erfolgreiche Gewichtsreduktion gelobt.
Falls es interessiert, meine OP wurde minimal invasiv durchgeführt, das soll eine Regeneration nach einer OP beschleunigen.

Zwischen diesem Termin und dem eigentlichen Termin der OP waren knapp zwei Wochen. Mir ist aufgefallen, dass ich für das Einzelzimmer gar keine Wahlleistungsvereinbarung unterschrieben habe. Daher habe ich die Verwaltung angemailt und danach gefragt.

Hier kam wirklich prompt die Antwort, dass es reicht, wenn ich die am Tag der OP unterschreibe. Soweit so gut.

Am Tag der OP sind wir gegen 7.00h im Krankenhaus Groß-Sand in Hamburg Wilhelmsburg gewesen und ich habe die Wahlleistungsvereinbarung unterschrieben. Danach ging es auf die Station in ein Wartezimmer, wo bereits ein paar andere Gesellen mit gepackten Taschen gesessen haben.
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Nach ein paar Minuten Wartezeit ging es dann auf mein Zimmer. Das war wirklich nicht schön, aber für eine Nacht wird es schon gehen.
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Gegen 9.00h sollte die OP sein, um 8.30h sollte ich mich in mein äußerst kleidsames OP-Hemd begeben und eine lustige Pille nehmen. Gesagt getan.
Vorher kam noch die Ärztin vorbei, die mich operiert hat. Ein kurzer Blick auf den Leistenbruch, eine kurze Markierung damit keine Seiten verwechselt werden und schon war sie wieder weg.

Ich wurde dann ein paar Minuten später auch von einem Pfleger abgeholt. Der Kollege hat mich mit dem Bett quer durchs Krankenhaus gefahren. Das war schon irgendwie komisch und auch leicht demütigend. Im OP-Bereich angekommen, musste ich dann durch eine Art Klappe von meinem Bett auf eine Platte rutschen. Die Platte fuhr dann unter mir weg und ich landete auf dem OP-Tisch. Bis dahin war ich eigentlich nicht wirklich aufgeregt, dass war jetzt aber vorbei.

Auf dem OP-Tisch liegend wurde ich in eine Art Vorbereitungsraum gefahren, wo ich dann angeschlossen wurde. Irgendwie scheine ich keine wirklich super Venen zu haben, denn die OP-Schwester konnte mir den Zugang an der Hand trotz mehrfachen Versuchen und etlichem Hin- und Her nicht legen. Das hat sowas von Weh getan 🙁 Ich hatte da zwar gesagt, dass das in der Armbeuge besser geht, dass wollte sie aber nicht.
Dann musste die Anästhesistin ran und hat es an wieder an der Hand versucht. Aua.
Also habe ich wieder den Hinweis auf die Armbeuge gegeben.
Das ist nicht so gut.
Is schon klar.
Oh, das geht ja super.
Gelegen habe ich in diesem Vorbereitungsraum bestimmt 10 Minuten, mir kam es aber vor wie Stunden.
Mir wurde eine Sauerstoffmaske vor den Kopf gehalten und irgendwie verschwomm dann auch mein Blick und ich war weg.

Das nächste woran ich mich erinnere war der Aufwachraum. Ein abgedunkelter Raum, in dem eine Pflegerin gesessen hatte und mich 2-3 mal gefragt hat, ob es mir gut geht. Meine Ärztin die mich operiert hat, kam auch kurz vorbei und hat mir erzählt, dass die OP leider nicht ganz komplikationslos verlaufen ist, da ich sehr viel Blut verloren habe.
Nach ein paar Minuten wurde dann mein Tropf abgehängt und ich wurde wieder in mein Zimmer gefahren. Diese Fahrt kam mir komischerweise aber nicht so lange vor, wie die Hinfahrt. Komisch… 🙂
Ich wurde in ein falsches Zimmer gefahren und musste dass in noch beduseltem Zustand dem Pfleger erklären und ihm die richtige Zimmernummer geben.
In meinem Zimmer angekommen, habe ich dann Madame angerufen die sich dann auch gleich auf den Weg gemacht hat. Die Zeit verging wie im Flug 🙂 So richtig gut ging es mir nicht, ich habe die Narkose nicht gut vertragen und musste mich ein paar mal Übergeben. Komischerweise hat niemand den Tropf wieder aufgehängt.

Als sie dann da gewesen ist, hat sie sich drum gekümmert, dass der Tropf wiederaufgehängt wird und ich musste in ein anderes Zimmer umziehen. Mir ging es mittlerweile auch schon wieder deutlich besser. Vor dem großen Umzug durfte ich dann Aufstehen und zur Toilette. Da ist dann mein Kreislauf zusammengebrochen und ich bin ohnmächtig geworden und auf den Boden gefallen.
Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ganz viele Menschen um mich rum gewesen sind, die mir Tücher gereicht haben und mich ins Bett gehievt haben. Anscheinend habe ich mich beim zusammenbrechen nochmals übergeben… 🙁

Das nächste Zimmer war dann deutlich netter als das erste und ich bin langsam zu Kräften gekommen. Ich habe auch ein paar Kekse gegessen die mir gut bekommen sind.

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Madame hat mir dann netterweise noch ein Abendessen organisiert, dass hätte ich eigentlich wegen meines Zusammenbruchs nicht bekommen. Nach dem Essen ging es mir dann noch wieder ein bisschen besser.

Irgendwie bin ich dann auch bald im Lummerland gelandet und habe eine furchtbare Nacht verbracht. Ich konnte nicht wirklich schlafen habe alle paar Stunden Licht angemacht, weil ich genervt gewesen bin. Die Nachtschwester konnte ich damit aber belustigen, denn immer wenn sie bei mir nach dem Rechten gesehen hat, bin ich wach gewesen und habe sie freundlich begrüßt 🙂

Am nächsten Morgen habe ich dann meine „Tut-nicht-mehr-weh“ Pillen bekommen und ein total leckeres Frühstück.
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Jedenfalls total lecker, wenn man auf wabbeliges Brötchen, trockenes Graubrot und Aufschnitt mit einer leichten Kühlschrank-Note steht. Egal, der Hunger treibts rein.

Irgendwann wurde mit Blut abgenommen, meine Blutflasche ausgetauscht, da sie schon fast voll gewesen ist und die Ärztin kam vorbei.
Ich blute noch zu doll, eine Entlassung wird noch dauern und klappt erst, wenn ich nicht mehr blute. Ok. Schade.

Irgendwann kam dann auch Madame, um mich den Tag über zu bespaßen. Das war echt super!

Das Mittagessen war… Geschmacklich fast wie das Frühstück, nur mit einer anderen Konsistenz.

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Nachmittags kam dann noch ein Teil der Familie zu Besuch und ich musste noch mal Blut lassen.

Das ganze Spektakel hat sich dann am Sonntag genau so wiederholt:

Aufwecken, Blutlassen, Frühstück, Madame kommt zu Besuch, Mittagessen, Blutlassen, Kuchen Essen, anderer Familien-Teil kommt zu Besuch, Abendessen.

Das Mittagessen am Sonntag war schlimmer als am Samstag:

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Das sollte ein Tomaten-Eintopf mit Hack und eine Mokka-Creme sein. Hier habe ich exakt 3 Löffel von gegessen, 2 vom Eintopf und einen von der Creme.
Jeder der mich kennt, weiß dass ich nicht wirklich krüsch bin, was Essen angeht, aber das ging mal so gar nicht.

Am Sonntag habe ich dann das erste Mal mein Zimmer verlassen und habe Madame zum Fahrstuhl gebracht, das tat vielleicht gut!

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Am Montag ging es fast wie immer los: Aufwecken, Frühstück und Blutlassen.

Dann kam ein Pfleger der mir gesagt hat, ich darf jetzt nichts mehr Essen, da es gleich zum CT geht. Ok. Dann wird ja endlich mal geguckt, warum sich meine Blutflasche kontinuierlich weiter füllt.

Ich habe dann noch 0,5 Liter Kontrastmittel bekommen, dass ich trinken musste. Das war gar nicht mal so unlecker und wurde mir in einer normalen Wasserflasche gegeben.

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Es hat gar nicht lange gedauert und ich wurde zum CT gebracht. Leider durfte ich nicht selber laufen, sondern wurde da sitzend auf einem Stuhl hingebracht. Zur Sicherheit, denn ich bin ja zusammengebrochen.

Beim CT ging alles ziemlich flott, ich musste ein paar Minuten warten und musste dann rein. Das warten war doof, da ich vergessen hatte meinen Bademantel anzuziehen und ich da in Shorts und T-Shirts gesessen hatte und ich ziemlich gefroren habe.
Das CT ging super schnell. Einen Zugang hatte ich noch, da wurde mir dann Kontrastmittel gespritzt. Ich musste die Arme über den Kopf nehmen und ein paar Mal die Luft anhalten und dann war der Zauber vorbei.

Ich wurde dann wieder aufs Zimmer geschoben und habe mich ein bisschen ausgeruht. Prompt kam der nächste Pfleger der mich dann zum Ultraschall gebracht hat. Diesmal war ich schlauer und habe meinen Bademantel angezogen und bin auf meinen eigenen Füssen losmarschiert.

Beim Ultraschall wurde eine komplette Aufnahme meines Bauches gemacht und es wurde keine blutende Stelle gefunden. So weit so gut.

Nachdem ich irgendwann wieder auf dem Zimmer gewesen bin, kam die Ärztin mit ihrem Chef.
Der hat mir erklärt, dass es jetzt 2 zwei Möglichkeiten gibt:
1. Erneute Operation, um das Blut zu entfernen und ggf. die blutende Stelle zu veröden.
2. Schlauch ziehen und abwarten. Und regelmäßig meine Blutwerte kontrollieren und regelmäßig Ultraschall zu machen. Wenn es schlechter wird, greift Option 1.

Die Chancen lagen bei 50% für jede Option. Da ich nur noch den Schlauch loswerden wollte und gehofft hatte endlich mal Glück zu haben, habe ich mich für Option 2 entschieden.

Bisschen komisch wirkte die Situation schon, da meine Ärztin still in der Ecke stand und der andere Arzt das Gespräch mit mir geführt hat. Zum Ende des Gesprächs hatte meine Ärztin ein Telefonat bekommen und musste den Raum verlassen. Der andere Arzt hat dann die Tür von Innen geschlossen, festgehalten und mir versichert dass es sich bei der Ärztin um eine Top-Ärztin handelt und es völlig ok ist, dass man sich in schwierigen Fällen mit anderen berät. Das würde ich ja wohl aus meinem Job auch kennen. Komische Ansage, die bei mir „Job-bedingt“ sämtliche Alarmglocken schellen lässt. Aber egal, bin ja nicht im Job.

Nach ein paar weiteren Minuten habe ich dann Essen bekommen und ein Pfleger kam, der mir den Schlauch gezogen hat.
IMG_1997Das Ziehen war schon ein komisches Gefühl, da das Ende im Bauch rund 10 cm lang gewesen ist und ich schon gemerkt habe, wie das gezogen wurde. Das hat nicht direkt weh getan, sondern war eher unangenehm.
Nach dem Ziehen gab es noch eine Runde neuer Pflaster und fertig war der Spuk. Das war ein wunderbares Gefühl!

Madame kam nach der Arbeit vorbei und hat mir wieder ein bisschen beim Zeit-totschlagen geholfen.

Richtig 100% sicher bin ich mir mit meiner Entscheidung mittlerweile auch nicht mehr gewesen, vielleicht hätte ich doch die OP nehmen sollen. Dann gäbe es kein Risiko und der Spuk wäre wahrscheinlich in 2-3 Tagen komplett vorbei gewesen. So muss ich jetzt wahrscheinlich 2-3 Wochen den ungewissen Status ertragen und zu diversen Untersuchen laufen… Naja, egal ich hatte die Entscheidung getroffen.

Irgendwann nach dem Abendessen habe ich dann Madame wieder zum Fahrstuhl gebracht und auf dem Weg noch den Geschäftsführer eine Firma getroffen, mit der ich schon seit ganz vielen Jahren zusammenarbeite. Wie es sich rausgestellt hatte, wurde er morgens auch wegen eines Leistenbruchs operiert und er lag im Zimmer direkt neben mir. Zufälle gibt es.

Am Abend kam noch mal meine Ärztin vorbei, die sich nach meinem Gesundheitsstatur erkundigt hat. Ich habe dann noch gefragt, ob ich morgen wieder nüchtern zum Ultraschall muss und wann der Termin ist. Offensichtlich wurde der Termin noch nicht ausgemacht, was sie dann sofort nachgeholt hat. Und ja, ich musste nüchtern bleiben 🙁 Wann der Termin sein sollte, war noch unklar, wird aber nicht spät werden. Nunja, muss ich halt hungern.

Am nächsten Morgen hat sich das übliche Spektakel wiederholt:
Aufwecken, kein Frühstück bekommen und warten. Dann kam ein sehr netter aber mindestens genau so unsicherer Student, der versucht hat mir Blut abzunehmen. Das hat er zwei mal versucht und dann (zum Glück) abgebrochen. Vielleicht hätte es geklappt, wenn er nicht so gezittert hätte 😉

Nach diesem zweifelhaften Versuch hat mich dann mein Zimmernachbar besucht und wir haben uns wie zwei alte Leute über Krankheiten, OPs und Genesung unterhalten. Da verging die Zeit doch glatt wie im Flug.

Ich musste dann zur Ultraschall Untersuchung, diesmal bin ich zu Fuß gegangen. Bei der Untersuchung wurde zum Glück keinerlei offene Blutungen gefunden. Halleluja!

Zurück auf der Station habe ich dann bei meinem Zimmernachbarn geklopft und wir haben weiter wie alte Leute gesprochen. Bei ihm kam bald der Chefarzt vorbei, wohl dem der Privatpatient ist, und ich habe gewartet. Lustig fand ich, dass ich zur Ultraschall-Untersuchung gelaufen bin und bei ihm schob der Chefarzt ein mobiles Ultraschall-Gerät in sein Zimmer. Wohl dem der Privatpatient ist 🙂

Nach seiner Untersuchung sind wir ein bisschen spazieren gegangen. Seeeeehr langsam, aber es ging 🙂 In der Cafeteria des Krankenhauses gab es einen ganz leckeren Kaffee und ein Becher Müsli. DAS war nach den ganzen „Leckereien“ der letzten Tagen eine wahre Geschmacksexplosion.

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Nach dem Spaziergang stand das Essen bereit.IMG_2006

Diesmal war das Essen ehrlich gesagt gar nicht ganz so schlecht. Die Spagehetti hätten ruhig ein paar mehr Gewürze vertragen können,  aber es ging.

Die Ärztin kam vorbei und hat mir selber noch ein bisschen Blut abgezapft, das hat natürlich problemlos geklappt. Sie hatte auch noch die Ergebnisse der Ultraschall-Untersuchung bestätigt und war ziemlich zufrieden. Sie sagte, dass sie noch überlegt und sich auch mit dem anderen Arzt besprechen muß, ob ich vielleicht am Abend nach Hause kann. Das war doch mal die beste Nachricht der letzten paar Tage!

Nachmittags sind mein Zimmernachbar und ich noch eine Runde spazieren gegangen, er konnte dann nach Hause gehen/humpeln.

Ich habe dann geduldig auf dem Zimmer gewartet. Gewartet und gewartet. Ich bin zwar nicht Abergläubisch, aber gepackt habe ich lieber nicht, um keine falschen Signal zu setzen 😉

Am Abend kam Madame vorbei, die ebenfalls geduldig gewartet hat. Ich glaube es war so gegen 18.00h als die Ärztin vorbeikam und mir gesagt hat, dass ich nach Hause kann! Tadaaaaa!!!

Ich muss jetzt quasi täglich zum Arzt gehen und meine Blutwerte untersuchen lassen, um sicher zu gehen, dass meine Hämoglobin-Werte nicht weiter sinken. Nunja, wenn das der Preis ist nach Hause zu kommen, ist das für mich vertretbar.

Jetzt ging alles ganz schnell: Tasche packen, Braunüle ziehen lassen, Schmerzmittel geben lassen und noch ein paar Pflaster einsacken. Den endgültigen Krankenhausbericht habe ich nicht mehr mitbekommen, da es eine Menge zu Schreiben gab und das hätten die Ärzte am Abend nicht mehr fertig bekommen 🙁

Abends zu Hause gab es zur Feier des Tages eine Pizza von Smileys! Die hat so wunderbar geschmeckt!

Zu Hause musste ich mich ordentlich schonen, zu diversen Ärzten laufen und hoffen das es mir bald wieder besser geht!

Nächsten Montag habe ich wieder einen längeren Termin im Krankenhaus, um den aktuellen Stand der Dinge festzustellen. Ich fühle mich ziemlich gut, noch schwach, aber ziemlich gut. Darum hoffe ich jetzt mal das Beste für diese Untersuchung.

Abschließend kann ich nur meinen Hut vor dem Krankenhaus-Personal ziehen! Zu wenig Leute und zu viele adminstrative Aufgaben. ALLE wirklich alle im Krankenhaus waren trotz des Arbeitsdrucks extrem freundlich!

Ich möchte keine Namen nennen, aber ganz besonders positiv aufgefallen sind mir drei Mitarbeiter:
Die Reinigungskraft: Sie hatte immer einen netten Schnack auf den Lippen, war mitfühlend und hatte auch immer ein paar aufmunternde Worte parat. Ein wahrer Lichtblick, der garantiert zur Heilung beiträgt.

Eine Schwester: Sie hatte mich Samstag und Sonntag geweckt und Blutdruck gemessen. Einmal hatte sie mir auch meine Pflaster gewechselt und einer Lern-Schwester gezeigt, wie man eine Blutflasche wechselt. Sie war immer sowas von offen und freundlich und das trotz des Zeitdrucks. Mehr kann man sich als Patient nicht wünschen. Ich bin schwer beeindruckt, wie jemand bei so einem Druck, solchen Arbeitszeiten und so wenig Lohn, schafft so freundlich zu sein. Meiner Meinung nach, tragen solche Menschen mindestens genau so stark zur Genesung bei, wie alle anderen Maßnahmen. Ich wünschte, es wäre möglich, dass solche tollen Menschen mehr Geld verdienen würden und vielleicht auch ein paar mehr Kollegen zur Unterstützung bekommen.

Meine Ärztin: Freitag Morgen hat sie mich operiert und war bis Dienstag mindestens zweimal täglich bei mir. Sie hat mir alles geduldig erklärt war stets freundlich und ich fühlte mich immer bekümmert. Auch hier bin ich vom Arbeitseinsatz beeindruckt. Ich kann den normalen Wahnsinn nicht verstehen: Zu wenig Ärzte für zu viele Patienten bei zu vielen administrativen Aufgaben. Ich kann nicht verstehen, warum es nicht klappt, zumindest den administrativen Aufwand zu reduzieren. Ebenso kann ich nicht verstehen, warum Krankenkassen Überschüsse in Millionen generieren und in Krankenhäuser akuter Personalmangel herrscht. Kann man nicht diese Millionen in die Krankenhäuser stecken?